Irland – Weihnachten 1997 – Ein Tagebuch

Leseprobe

23.12. – ein Tag vor Heiligabend
....der Wind pfiff weiter. Es wurde so laut, daß wir beide etwas komisch herumliefen und uns gegenseitig beruhigten „Unser Haus hat schon so viele Stürme erlebt ....“ Gegen 14.00 h fiel dann der Strom aus, d.h. wir konnten auch nicht mehr telefonieren.
Das Haus klapperte und bebte. Wir hatten doch inzwischen beide etwas Angst. Ich sagte zu Frank, daß wir uns, wenn der Sturm vorbei ist, sofort um die Tür am Boilerraum kümmern müßten, denn die klapperte ganz laut. Da kam gegen 15.00 h Michael, unser Nachbar. Er mußte mehrmals klopfen, weil wir ihn durch den ganzen Lärm gar nicht hörten. Zwei Nachrichten brachte er:
1. Ich solle mein Auto näher an das Haus setzen
2. Unser Dach sei weggeflogen
Also von wegen Boilerraumtür! Das Klappern kam vom Dach. ....................................

27.12. – Samstag
Die Sonne schien morgens in unser Schlafzimmer, und alles war so friedlich wie während der ersten Tage unseres Urlaubs. Wir fuhren nach Cahirsiveen über Portmagee, strahlend blauer Himmel, phantastische Sicht auf die Blaskets, auf der anderen Seite bis Macguillicuddy’s Reeks, das Meer in Kerryblue getaucht, Valentia erschien wie eine Insel in Südeuropa - als wäre nie etwas gewesen............................................

29.12. .
Gegen Mittag fiel schon wieder die Elektrizität aus - langsam wird man mürbe. Nach einer Stunde geht das Licht wieder an, es schüttet jedoch weiterhin in Eimern vom Himmel, der Wind pfeift, stündliche Kontrollen auf dem Speicher, Aufstellen von weiteren Schüsseln und Eimern dort, wo ich feststellen konnte, daß es gezielt tropfte. Aber je nachdem, wie der Wind bläst, geht es dann doch wieder daneben und die ausgelegten Handtücher müssen ausgewrungen und durch trockene ersetzt werden. So konnten wir wenigstens verhindern, daß der Fleck an unserer Zimmerdecke sich nicht wesentlich vergrößerte. Und so hat man dann zu tun................................

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